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BBI Züri West – 1955 gegründet ...

Bereits im Jahre 1955 machten sich Frau Dr. Maria Egg, Leiterin der Heilpädagogischen Hilfsschule der Stadt Zürich und  Herr Edwin Kaiser, Vorsteher des Werkjahres der Stadt Zürich, Sorgen darüber, wie es mit ihren Lernenden nach der abgeschlossenen Schulbildung weiter gehen sollte. Eine direkte Eingliederung in die freie Wirtschaft kam für viele dieser jungen Menschen nicht in Frage. Ihre Selbstständigkeit und ihre Arbeitshaltung waren noch zu wenig gefestigt. Aus dieser Erkenntnis kam es zur Gründung der Anlernwerkstätte.

Schulamt der Stadt Zürich als Pionier

In den ersten Jahren wurde die Anlernwerkstätte vom kantonalen Jugendamt bzw. von dem dort angesiedelten Verein Zürcher Werkstätten geführt. Das Schulamt der Stadt Zürich stellte Räumlichkeiten im Schulhaus Untermoos zur Verfügung.

Heilpädagogische Hilfsschule Zürich

Zu dieser Zeit erhielt die Werkstätte mit der Gründung des Vereins Zürcher Anlernwerkstätten auch eine eigene Trägerschaft. 1964 erfolgte die Übersiedlung ins Schulhaus der Heilpädagogischen Hilfsschule HPS) an der Gotthelfstrasse, wo für die 50 Arbeitsplätze genügend und zweckmässige Räume zur Verfügung standen. Im Zuge ihrer Entwicklung benötigte die HPS die Räume für ihren eigenen Bedarf. Seit 1974 befindet sich die Anlernwerkstätte an der Hardturmstrasse.

Vorreiterrolle in der Berufsbildung

Die Anlernwerkstätte hatte in der Schweiz eine Vorreiterrolle auf dem Gebiet der Berufsbildung für Leistungsschwächere. Schon in den siebziger Jahren verfügte die Anlernwerkstätte über das bis heute gültige Konzept der trialen Berufsbildung.

Eine Erfolgsgeschichte – triale Berufsbildung in der BBI Züri West

Das heutige Berufsbildungszentrum BBI Züri West bereitet nach wie vor Interessierte, welche in ihrer Leistungs- und Integrationsfähigkeit eingeschränkt sind, durch angemessene Ausbildung auf die Erwerbstätigkeit vor. Die BBI Züri West bietet von der Schnupperlehre über das Arbeitstraining bis zum Berufsabschluss (z.T. im Lehrbetriebsverbund) die ganze Palette der Grundbildung und alle Massnahmen der beruflichen Integration an.

Die praktische Grundbildung erfolgt in erster Linie in den Lehrbetrieben Hauswirtschaft, Mechanik, Elektromontage, Logistik & Industrie und Produktion. Das Vertiefen und Einüben des Gelernten erfolgt an realen Kundenaufträgen. Wie die praktische Ausbildung im Betrieb und in den Überbetrieblichen Kursen (ÜK), orientiert sich die Berufsfachschule am (Lehr-)beruf. Die triale Berufsbildung in der BBI Züri West ermöglicht die optimale Abstimmung zwischen den drei Lernorten (Betrieb, Schule, ÜK). Der Vermittlungserfolg in den ersten Arbeitsmarkt liegt bei 40 Prozent.

 

Das Berufsbildungszentrum BBI Züri West wird durch den Verein BBI Züri West getragen, gegründet 1960.